Warum Berliner Zweitklässer Verlierer sind

Berlin möchte ja immer so schön fortschrittlich sein, das bezieht sich natürlich auch auf das Schulsystem. Nun werden in Berlin bereits seit geraumer Zeit die Schüler der ersten Klasse und die der zweiten Klasse zusammen unterrichtet. Das hat für eine Gruppe sicherlich einen Vorteil, doch für die zweite wohl weniger.

Es gibt sehr viele Kinder, die in diesem Alter noch gerne lernen, die Neues kennenlernen möchten. Doch oftmals macht ihnen dieses Schulsystem einen Strich durch die Rechnung. Während Kinder, die gerade erst in die Schule gekommen sind von den „älteren“ Kindern lernen können, haben Zweitklässler diese Möglichkeit nicht mehr.

Im Gegenteil, die Idee ist ja, dass sie den jüngeren helfen und so das gelernte anwenden können und es sich so besser merken können. Oftmals ist graue Theorie nur leider nicht praktisch umsetzbar. Viele Zweitklässler bleiben in ihrem Wissen eher zurück als das ihnen dieses System weiterhilft.

Man muss alte und bewährte Dinge nicht immer ändern. Denn nur wenn etwas bereits vor Jahren gut war, heißt es nicht dass es plötzlich schlecht ist. Es ist ja gerade deswegen gut, weil man schon genug Zeit hatte andere Sachen auszuprobieren, die letztendlich nicht besonders gut gelaufen sind.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Schulsystem von damals (auch das in DDR) nicht schlecht war und dennoch ist man immer wieder der Meinung, dass man daran rumschrauben muss. Ständig wird etwas geändert. Mal muss man 13 Jahre bis zum ABI machen, dann wieder 12. Früher hat man Noten schon in der ersten Klasse bekommen, nun gibt es Beurteilungen.

Wenn man an jeder Schraube dreht, dann kann es passieren, dass man alles verdreht und es am Ende kaputt macht. Aber scheinbar will sich jeder Politiker, Senator oder ähnliches ein Denkmal setzen, vergisst dabei allerdings das Wohl der Allgemeinheit oder in diesem Fall, dass der Kinder.