Trieste/Italien – zwsichen Industrie und Kultur

Da habe ich mich also spontan dazu entschlossen, mal eben so, nach Trieste zu fahren. Ja, zu fahren, mit dem Auto nach Italien. Sind schließlich nur so um die 1.000 Kilometer. Was soll man sonst an einem Wochenende in Deutschland machen?! Also Sachen geschnappt und auf ging es über die Autobahn bis Österreich und dann auf die Landstraße, schließlich will man auch was sehen von der schönen Landschaft!

ÖsterreichDoch nicht nur Österreich bietet atemberaubende Aussichten. Von Schnee und fünf Grad bis hin zum herrlichsten Sonnenschein und 23 Grad konnte man am Wochenende alles haben. Regen natürlich inklusive. Doch erst einmal die Grenze zu Italien überquert, strahlte uns die Sonne direkt ins Gesicht. Natürlich freut man sich da doppelt bald schon an der Adria zu sein.

Und während die italienische Provinz genau das verspricht, dass man sich von Italien so vorstellt, passt Trieste so gar nicht in das schöne Bild. Wenn man über die Autobahn in diese Hafenstadt hineinfährt, denkt man, das hier die Industrie und die Armut vorherrscht.

Es zeigt sich ein Bild von tristes. Runtergekommene Wohngebäude, dreckige Straßen und kein bisschen Grün, Bäume ausgenommen. Trieste ist eine ziemlich große Stadt. Wie in Deutschland gibt es die dreckigen und hässlichen Straßen und diese, die für die Touristen bestimmt sind.

Hafen Trieste ItalienDa wir aber nun nicht nur einfach Trieste als Ziel hatten, sondern die Volleyball WM 2010, die dieses Jahr in Italien stattfindet, lag unsere Ankunftsadresse nicht im Tourismusstadtteil. Im Palatrieste kämpft die deutsche Mannschaft in der Vorrunde gegen Serbien, Polen und Kanada. Das wollten wir uns einfach nicht entgehen lassen.

Natürlich muss man sich nicht den industriellen Hafen von Trieste ansehen, wenn man schon mal zehn Stunden im Auto sitzt. Die Innenstadt, die Altstadt von Trieste an der Adria ist wunderschön. So wie man sich eine italienische Stadt vorstellt. Mit seinen alten Gebäuden, den engen Gassen, der Piazza dell’Unità d’Italia und dem wunderschönen Hafen, in dem teure Yachten liegen.

Ein Ausflugsziel sollte Trieste also in jedem Fall sein. Vielleicht nicht unbedingt nur für einen Nachmittag, denn es gibt mit Sicherheit noch mehr zu sehen als das Rathaus und man sollte auch einen Spaziergang am Hafenkai Molo Audace machen. Woran man allerdings denken sollte, wenn man beschließt nach Italien zu fahren, sind die irreführenden Straßenführungen und die eigenwillige Art der Italiener Autozufahren.