Alles Lügner und Betrüger …

Ohje! Oh nein! Was tun? Politiker lügen! Ein Aufschrei geht durch die Nation, denn ein vorzeige Politiker hat gelogen und betrogen und uns an der Nase rumgeführt! Setzt ihn ab, macht dass er weg geht! Doch bevor wir uns nun alle auf den guten zu Guttenberg stürzen, habe ich noch eine kleine Frage. Wem schadet er damit?

Richtig, nur sich selbst, wenn überhaupt. Sind wir doch mal ehrlich, es interessiert uns doch nicht wirklich ob er bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben hat, vergessen hat Fußnoten zusetzen oder sonst irgendetwas. Meine Welt dreht sich trotzdem ganz normal weiter. Es ist nicht so, dass mit einem Mal plötzlich alles still steht nur weil mal wieder ein Politiker irgendwann in seiner Vergangenheit einen Fehler gemacht bzw. sich nicht korrekt verhalten hat.

Es ist verblüffend zu sehen, dass sich tatsächlich alle Zeitungen, Magazine und was auch immer auf dieses Thema stürzen als hätten sie nur darauf gewartet. Als würde es nichts anderes geben. Nun wird dieses Thema bis zum „Geht-Nicht-Mehr“ ausgeschlachtet und in ein paar Monaten redet kein Mensch mehr darüber.

Wahrscheinlich wurde im Kanzleramt vorher noch kräftig debattiert ob man die Katze aus dem Sack lässt oder nicht. Wer weiß von welchen unschönen, unpopulären Entscheidungen man ablenken möchte. Jetzt muss halt Karl-Theodor mal ran und für ein Ablenkungsmanöver sorgen. So hat halt jeder in der Regierung seine Aufgabe zu erfüllen. Aber gut, dass so viele schön mitmachen und zum Kampf bzw. Boykott oder Ähnlichem aufrufen.

Demnächst gibt es wahrscheinlich auch ein neues Online-Spiel „Sucht die Leiche“ oder so. Am besten wir machen daraus auch gleich noch eine Doku. Also ein Online-Mitmach-Doku-Spiel, wer die meisten Leichen in kürzester Zeit findet, bekommt einen Blumentopf geschenkt. Das würde wahrscheinlich großen Anklang finden. Wer jetzt also Lust bekommt, so ein Spiel zu programmieren, viel Spaß und lasst mich wissen wie es läuft.

Bis dahin könnte man auch einfach nur weiterhin die tollen Zeitungen kaufen und sich die Sendungen mit Experten anschauen, die ja sooooo viel Ahnung von allen Dingen haben. Na oder man macht mal was ganz verrücktes und lebt sein Leben. Ist nur Idee, die ich grade hatte.

Atomkraftwerkausstiegverschiebung verärgert das Volk

Ob es 100.000 (Schätzung der Veranstalter) oder 40.000 Demonstranten (Schätzung der Polizei) sei erst mal dahin gestellt. Fakt ist, dass sich zehntausende Menschen heute Nachmittag in Berlin trafen um gegen die Atom-Politik, die die derzeitige Regierung macht, zu demonstrieren.

Die Regierung hat vor die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um acht bis 14 Jahre zu verlängern. Viele Menschen sind mit dieser Entscheidung aber überhaupt nicht einverstanden, da sie um ihre Sicherheit fürchten. Sie werfen Merkel vor, sich nur um die Wünsche der Großkonzerne wie Vattenfall, RWE oder Eon zu kümmern.

Auch die Opposition nahm die Demonstration zum Anlass, ihren Unmut über die Laufzeitverlängerung kund zu tun. Sie ist der Meinung, das Merkel, diese Entscheidung spätestens bei der nächsten Wahl bemerken wird. Doch was können die Demonstranten wirklich erreichen?

Sie werden auf jeden Fall bis zum bitteren Ende weiterkämpfen, in der Hoffnung, die Entscheidung über die Verlängerung des Atomkraftwerkaustiegs noch einmal kippen zu können. Höchst wahrscheinlich ist dies ein aussichtsloser Kampf, doch er muss gekämpft werden, sonst denkt die Regierung am Ende dem Volk sei es egal, was die da oben tun.

Wirklich beeinflussen können die deutschen Bürger die Entscheidung der Regierung nicht, aber zeigen, dass sie verärgert sind, steht ihnen auf jeden Fall zu. Letztendlich aber, haben die Konzerne Deutschland in der Hand. Die Großkonzerne bringen die Arbeit und sie bringen das Geld. Das wiederum führt dazu, dass sie Macht haben. Was allerdings wirklich hinter den Kulissen passiert, werden wir als „normal sterbliche“ niemals erfahren.

In wieweit wurde zum Beispiel die Opposition in die Vorhaben eingeweiht? Hat sie womöglich sogar ihr okay dafür gegeben, nur um dann bei der nächsten Wahl die Großkonzerne auf ihrer Seite zu wissen? Im Grunde ist es egal ob die Opposition dafür ist oder nicht. Die Demonstranten und viele Bürger haben schon lange das Vertrauen in die Politik und die Regierung verloren. Egal ob CDU, SPD oder Grüne.

Herr Sarrazin geht in den Ruhestand und sein Buchverkauf sichert sein Rente

Gut, hat er sich also entschieden als Bundesbankvorstand zurückzutreten. Zum 30. September wird er aufhören zu arbeiten. Christian Wolff, unser Bundespräsident, hat Sarrazins Gesucht natürlich angenommen. Begründet hat er das ganze damit, dass er den öffentlichen Druck auf Dauer doch nicht standhalten kann.

Richtig und der Weihnachtsmann lebt mit seinen Rentieren am Nordpol. Ein Thilo Sarrazin, der stets das sagt was er denkt ohne Rücksicht auf Verluste. Der öffentlich zu seiner Meinung steht, auch noch ein Buch darüber verfasst, kann den Druck nicht aushalten?

Wen nicht er, wer denn dann? Die Wahrscheinlichkeit, dass das 80 Prozent der Bürger glauben ist sehr hoch. Letztendlich interessieren sich nur wenige für die Politik und was dazu gehört. Sicherlich ist es für viele selbstverständlich, dass er zurücktritt und sie sehen es als Kapitulation.

Aber stellen wir uns doch mal ein ganz anderes Szenario vor. Thilo Sarrazin ist 65 Jahre alt, hat in der Politik und der Wirtschaft so einiges miterlebt. Er hatte bis jetzt 65 Jahre Zeit sich ein Bild von Deutschland zu machen. Wie es war und wie es sich verändert hat.

Seit Jahren nun schon vertritt er in der Öffentlichkeit seine Meinung, es sei mal dahin gestellt ob man mit dieser konform geht oder nicht, aber er hat den Mut unangenehme Dinge auszusprechen. Mit seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ hat er nun einen Höhepunkt erreicht, der dazu führt, dass er sich in den Ruhestand begeben kann.

Warum sollte er noch weiter arbeiten, sich von der Presse immer wieder dumm anmachen lassen oder nicht zu seiner Meinung stehen? Mit diesem Buch sichert er sich seine Rente, auch wenn er das wahrscheinlich gar nicht nötig hat. Aber im Grunde geht er mit einem Paukenschlag. Ein Schlag der so laut ist, dass man ihn noch über Jahre hören wird und kann.

Also nehmen wir doch einfach mal an, dass das alles von langer Hand geplant war. Unter einem ganz einfachen Aspekt. Verkauft sich das Buch gut (und das tut es (bei Amazon noch immer Platz 1)), dann geht er in seine wohl verdiente Rente. Letztendlich hat er gewonnen, egal was die Medien oder sonst wer erzählen.

Er konnte noch einmal seine Sicht der Dinge einem breiten Publikum mitteilen und sollte sich Deutschland wirklich in diese von Sarrazin beschriebene Richtung weiterentwickeln, dann kann er sagen: „Ich habe es euch gesagt, aber ihr konntet ja nur meckern!“.

Warum Berliner Zweitklässer Verlierer sind

Berlin möchte ja immer so schön fortschrittlich sein, das bezieht sich natürlich auch auf das Schulsystem. Nun werden in Berlin bereits seit geraumer Zeit die Schüler der ersten Klasse und die der zweiten Klasse zusammen unterrichtet. Das hat für eine Gruppe sicherlich einen Vorteil, doch für die zweite wohl weniger.

Es gibt sehr viele Kinder, die in diesem Alter noch gerne lernen, die Neues kennenlernen möchten. Doch oftmals macht ihnen dieses Schulsystem einen Strich durch die Rechnung. Während Kinder, die gerade erst in die Schule gekommen sind von den „älteren“ Kindern lernen können, haben Zweitklässler diese Möglichkeit nicht mehr.

Im Gegenteil, die Idee ist ja, dass sie den jüngeren helfen und so das gelernte anwenden können und es sich so besser merken können. Oftmals ist graue Theorie nur leider nicht praktisch umsetzbar. Viele Zweitklässler bleiben in ihrem Wissen eher zurück als das ihnen dieses System weiterhilft.

Man muss alte und bewährte Dinge nicht immer ändern. Denn nur wenn etwas bereits vor Jahren gut war, heißt es nicht dass es plötzlich schlecht ist. Es ist ja gerade deswegen gut, weil man schon genug Zeit hatte andere Sachen auszuprobieren, die letztendlich nicht besonders gut gelaufen sind.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Schulsystem von damals (auch das in DDR) nicht schlecht war und dennoch ist man immer wieder der Meinung, dass man daran rumschrauben muss. Ständig wird etwas geändert. Mal muss man 13 Jahre bis zum ABI machen, dann wieder 12. Früher hat man Noten schon in der ersten Klasse bekommen, nun gibt es Beurteilungen.

Wenn man an jeder Schraube dreht, dann kann es passieren, dass man alles verdreht und es am Ende kaputt macht. Aber scheinbar will sich jeder Politiker, Senator oder ähnliches ein Denkmal setzen, vergisst dabei allerdings das Wohl der Allgemeinheit oder in diesem Fall, dass der Kinder.