Kanu WM 2010 Posen – Vom Berg des Glücks ins Tal der Tränen

Was für eine Niederlage für den DKV am heutigen Sonntag. Konnten die Kanuten gestern noch insgesamt noch acht Medaillen, musste man sich heute mit gerade mal drei Medaillen abfinden. Das ist für viele mehr als eine Enttäuschung, schließlich war die WM das wichtigste Ereignis dieses Jahr für die Kanuten.

Für die Medaillen sorgten an diesem Tag der K4 der Frauen über 500 Meter in der Besetzung Fanny Fischer, Nicole Reinhardt, Katrin Wagner-Augustin und Tina Dietze. Das deutsche Boot musste sich nur den Ungarinnen geschlagen geben, die eine überzeugende Darstellung boten. Silber holten sich also die Frauen aus Deutschland, Bronze ging an die Polinnen.

Die zweite Silbermedaille holte sich Ronny Rauhe im K1 über 200 Meter, der seine einstige Überlegenheit am Start nicht mehr zeigen konnte. Dennoch konnte er auf der kurzen Strecke eine klasse Leistung bringen und musste am Ende nur dem Briten Edward Mckeever den Vortritt lassen. Dritter wurde der Pole Piotr Siemionowski.
Für die dritte Medaille darf man den Frauen der Staffel über 200 Meter danken bzw. gratulieren. Nicole Reinhardt, Conny Wassmuth, Tina Dietze und Katrin Wagner-Augustin konnten sich vor die Konkurrentinnen setzen und holten zum Abschluss des Tages und der WM die Goldmedaille.

Vielleicht eine kleines versöhnliches Ergebnis an diesem bitteren Tag. Die schlechten Platzierungen der anderen Boote, lassen aber wenig Raum für Freude. Den vierten Platz gab es jeweils für Nicole Reinhardt über 200 Meter, Fanny Fischer und Conny Wassmuth im K2 ebenfalls über 200 Meter. Auch der K2 der Herren (Hollstein/Ihle) und der Frauen (Carolin Leonardt/ Silke Hörmann) über 500 Meter kam nicht über einen vierten Platz hinaus.

Den fünften Platz gab es einmal für Max Hoff über 500 Meter im K1 und für den C2 über 200 Meter mit Björn Wäschke und Stefan Kiraj. Die Staffel über 200 Meter im C1 (Holtz/Kiraj/Wylenzek/Brendel) konnte nur einen sechsten Platz sichern. Stefan Holtz musste sich auch im C1 über 200 Meter nur mit einem siebenten Platz zufrieden geben.

Böse ging es auch für Sebastian Brendel im C1 über 500 Meter aus. Als letzter überquerte er die Ziellinie und war ganz sicher nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Für die Männer Staffel im K1 über 200 Meter mit Jonas Ems, Norman Bröckl, Sören Schust und Ronny Rauhe kam es ganz bitter. Rauhe musste sein Rennen abbrechen und so wurde es am Ende ebenfalls nur der letzte Platz.

Sicherlich sind einige der Boote nur knapp an einer Medaille vorbei geschrammt, doch am Ende fragt keiner wie knapp es war, sondern nach den ersten drei Plätzen. Denn wir alle wissen, dass alles was nach dem dritten Platz kommt nicht mehr zählt. (Böse Zungen behaupten ja, dass nur der Sieg zählt, aber ganz so krass wollen wir mal nicht sein.) So weiß der DKV aber auch, dass es noch ein paar Baustellen gibt, an denen bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London noch gearbeitet werden muss.

Schwimm EM 2010 – Medaillenregen für die Deutschen, 3x Silber und 1x Gold

Am vorletzten Tag der Schwimm-Europameisterschaften in Budapest konnten die Deutschen nochmal richtig absahnen. Nicht nur bei den Schwimmern und Schwimmerinnen gab es Medaillen, auch die Turmspringer zeigten sich erneut von ihrer besten Seite.

Nachdem gestern bereits ein paar Medaillen an die Deutschen Schwimmer und Springer ging, machten die DSV-Sportler heute gleich mal weiter. Die junge Silke Lippok brachte Freude ins Team als sie über 200 Meter Freistil den zweiten Platz und damit die Silbermedaille holte.

Auch Daniela Samulski konnte jubeln. Über 50 Meter Rücken musste sie sich nur der Konkurrentin aus Weißrussland Alexandra Herasimenja geschlagen geben und konnte sich somit also ebenfalls über einen Vizeeuropameistertitel und die Silbermedaille freuen.

Die Männer der 4×200 Meter Staffel machten aus zwei Vize-Titeln einfach mal drei. Goldmedaillengewinner Paul Biedermann, Tim Wallburger, Robin Backhaus und Clemens Rapp zeigten eine hervorragende Vorstellung ihres Könnens und mussten sich am Ende nur hinter den Russen einreihen. Somit holten die Schwimmer noch einmal drei Medaillen einen Tag vor Ende.

Beim Synchronspringen vom 10 Meter Turm holte sich Patrick Hausding seine zweite Goldmedaille. Das ist seine vierte Medaille insgesamt. Zusammen mit Sascha Klein ließ er die Konkurrenz hinter sich und holte sich bei dieser EM also seinen zweiten Meistertitel.

Damit liegt das DSV-Team im Medaillenspiegel auf dem zweiten Platz, mit insgesamt sieben Goldmedaillen, acht Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen. Uneinholbar an der Spitze liegt Russland. 23 Medaillen können die Russen bis jetzt mit nach Hause nehmen. Mal schauen ob es dabei bleibt. Morgen finden dann die letzten Wettkämpfe statt.

Schwimm EM 2010 in Budapest – ein Tag ohne Medaillen

Zum 30ten Mal findet die Schwimm-EM nun schon statt. Dieses Jahr durften die DSV-Schwimmer nach Budapest reisen. Dort fand auch die allererste EM 1926 statt. Für die deutschen Wassersportler ging die Europameisterschaft erfolgreich los.

Bereits über die Langstrecke von 25 km konnten Angela Maurer die Silbermedaille im Freistil holen, Bronze gab es dann auch noch über die 10 Kilometer. Gold gab es für Thomas Lurz ebenfalls über 10 km.

Gestern ging es dann auf die Kurzstrecke und auch dort regnete es Medaillen für die DSV-Sportler. Silke Lippok, Lisa Vitting, Daniela Schreiber und Daniela Samulski holten sich die Goldmedaille in der 4×100 Meter Freistil der Staffel. Bei den Männer gab es die Silbermedaille für Paul Biedermann über 400 Meter Freistil, der eigentlich mit der goldenen liebäugelte, aber manchmal passt nicht alles zusammen.

Heute, am zweiten Tag der Kurzstrecken sollte das Glück nicht auf der Seite der deutschen sein, weder über die Kurzstrecke noch für die Wasserspringer.

Für Jenny Mensing sollte es nur für Platz vier über 200 Meter Rücken reichen. Auch Hendrik Feldwehr hatte im Kampf um die Medaillen nichts zu sagen, er musste sich mit dem siebenten Platz zufrieden geben. An einer Medaille schwamm auch Steffen Deibler über 50 Meter Brust vorbei, wenn auch knapp, so blieb im nur der undankbare vierte Platz.

Beim Wasserspringen waren heute die Damen an der Reihe. Es ging vom 1 Meter Brett und Katja Dieckow sowie Uschi Freitag konnten der Konkurrenz im Kunstspringen nicht ganz folgen und landeten auf dem sechsten und achten Platz.

Man darf also gespannt bleiben, was in den nächsten Tagen in Budapest noch so alles passieren wird.

Leichtathletik EM 2010 – einmal Silber und dreimal Bronze

Es sind vielleicht nicht die Medaillen geworden, die man am Anfang gehofft und eingerechnet hatte, aber es sind dennoch Medaillen die mit Schweiz, viel Aufopferung und ganz viel Willensstärke gewonnen wurden.

Jennifer Öser (Siebenkämpferin), Ralf Bartels (Kugelstoßer) und Carolin Nytra (100 Meter Hürden Läuferin) holten alle die Bronzemedaille. Auch wenn sich besonders Carolin Nytra mehr ausgerechnet hatte, denn sie galt als Favoriten über die Strecke.

Ralf Bartels fuhr nach Barcelona als Titelverteidiger, doch da er im Moment in der Welt allerdings nur als fünfter geführt wird, war die Bronzemedaille ein toller Erfolg für den Neubrandenburger.

Jennifer Öser konnte ihr gutes Ergebnis vom letzten Jahr noch einmal verbessern. Auch wenn es wieder eine Bronzemedaille wurde, so verbesserte sie ihre Leistungen in einiger der sieben Disziplinen und war durchaus zufrieden mit dem dritten Platz.

Für die Silbermedaille sorgte der Sperrwerfer Matthias de Zordo. Der bereits im ersten Wurf der Konkurrenz zeigte, dass man mit ihm rechnen muss. Die persönliche Bestleistung im ersten Versuch sollte allerdings vom Norweger gleich wieder zunichte gemacht werden. Davon ließ sich de Zordo aber nicht beeindrucken und übertraf seine persönliche Bestleistung im zweiten Versuch gleich nochmal.

Am Ende musste er sich aber doch dem Norweger geschlagen geben. Aber die Silbermedaille war dennoch eine rießen Überraschung und ein tolles Ergebnis für den Sperrwerfer.

Morgen finden dann die letzten Wettkämpfe der Leichtathletik EM 2010 in Spanien statt. Mal schauen ob dann noch einmal eine oder vielleicht zwei Medaillen drin sind.

Leichtathletik EM 2010 – Einmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze im Stabhochsprung der Frauen

Die Leichtathletik EM 2010 in Spanien wird am Sonntag zu Ende gehen. Bis dahin werden wir noch einige Wettkämpfe zu sehen bekommen, auch mit deutscher Beteiligung. Gestern konnten die Deutschen nach langer Durststrecke endlich ein paar Medaillen ergattern.

Gold
gab es für die 100 Meter Läuferin Verena Sailer, sowie für die Speerwerferin Linda Stahl. Christina Obergföll holte die Silbermedaille im Sperrwurf. Das war auf jeden Fall ein großer Erfolg für das Leichtathletik-Team in Spanien. Heute wollte man natürlich auch wieder Medaillen mit nach Hause nehmen.

Für eine Überraschung sorgte die Stabhochspringerin Lisa Ryzih, die bei ihrem ersten großen Wettkampf Bronze holte. Silke Spiegelburg musste sich wieder einmal einer Russin geschlagen geben und holte die Silbermedaille hinter Svetlana Feofanova.

Größte Hoffnung an diesem Tag war wohl die Hammerwerferin Betty Heidler. Die WM zweite von 2009 wollte in diesem Jahr natürlich den Titel, doch auch die Weltmeisterin aus Polen und die Russin Tatyana Lysenko hatten ein Auge auf die Goldmedaille geworfen.

Doch Betty Heidler machte der Konkurrenz bereits nach ihrem zweiten Wurf klar, dass der Gewinn der Goldmedaille heute nur über sie gehen würde. Keine kam an ihren Wurf ran und als sie im fünften Versuch noch einmal weiter warf, war die Goldmedaille sicher.

Am Ende des Tages, im letzten Wettkampf zeigte dann der junge Carsten Schlangen einen 1500 Meter Lauf, mit dem keiner gerechnet hatte. Niemand hatte den Jungen auf der Rechnung und dann holte er die Silbermedaille. Ein toller Tag für das Team.

Somit kann also sagen, dass auch dieser Tag recht erfolgreich für das deutsche Leichtathletik-Team war. Morgen darf man sich dann auf das Finale der im Siebenkampf der Frauen freuen. Dort liegt Jennifer Öser nach vier Disziplinen auf einem aussichtsreichen dritten Platz.