Und plötzlich bist du wieder 16 Jahre

LiebeAls Teenager kannst du es eigentlich kaum erwarten endlich erwachsen zu sein. Niemand mehr der dir Vorschriften macht oder nach dessen Regeln du leben musst. Und diese blöden Jungs, die sich für so toll halten, sind dann auch aus deinem Leben verschwunden und du lernst endlich richtige Männer kennen. Dann fühlst du auch wie eine Erwachsene.

Ach, was wären wir ohne Träume. Wir malen uns unser Leben in den schönsten Farben aus und ein großer Teil ist voll von Liebe und dem richtigen Mann. Doch dann werden wir erwachsen und merken, dass die Männer auch nicht besser sind als die Jungs von damals. Also machen wir weiter, auch ohne die Chance unseren Traum erfüllen zu können.

Dann allerdings entscheidet sich das Universum, dein Leben ein wenig durcheinander zu bringen. Am besten natürlich dann, wenn du dich eigentlich damit abgefunden hast, dass das Singelleben auch in Ordnung sein kann und du dein Leben hervorragend meistern kannst.

Schließlich wollen wir ja keine Langeweile aufkommen lassen. Also gehen das Universum und das Schicksal einen Pakt ein. Sie schicken dir den Mann in dein Leben, der dich wieder das fühlen lässt, dass du zu Letzt als Teenager gefühlt hast. Du kannst ihn hunderte Kilometer entfernt von deinem Heimatort treffen oder auf einer Party von Freunden. Ganz egal! In deinem Bauch tanzen plötzlich wieder Schmetterlinge und sobald du an ihn denkst oder über sprichst, breitet sich ein breites Grinsen auf deinem Gesicht aus.

Und so sehr du auch willst, du kannst es nicht verhindern. Du kannst dich wehren, mit Händen und Füssen. Du kannst deinem Verstand sagen, dass das doch lächerlich ist, schließlich bist du eine erwachsene Frau, es ist zu spät. Dein Herz hat die Kontrolle übernommen und plötzlich bist du wieder 16 Jahre.

Du hast keine Chance, dieses Gefühl ergreift einfach Besitz von dir und es fühlt sich so gut an. Leider weißt du inzwischen aber auch, dass nach einem Hoch ein noch tieferer Fall kommt. Das Gefühl hält nicht für ewig an und aus diesem Grund bist du vorsichtiger geworden. Je intensiver das gute Gefühle umso skeptischer bist du und umso mehr zweifelst du. Dabei erkennst du womöglich zu spät, dass deine Zweifel dir im Weg stehen, endlich das Glück, dass das Universum und das Schicksal für dich bestimmt haben, dankbar anzunehmen.

In diesem Moment wünschst du dir die Unbeschwertheit und Naivität der Jungend zurück, denn es war doch so viel einfacher, als man die Liebe noch nicht verstanden hat und den Fall noch nicht kannte oder?

Sommer, Sonne und manchmal auch zuviel nackte Haut

Es ist mal wieder so weit. Die Frauen tragen leichte Bekleidung und die Männer haben etwas zum Gucken. Der Sommer kann so schön sein, besonders wenn es heiße 30 Grad draußen sind und jeder sich freut so wenig wie möglich anzuziehen.

Doch es ist gar nicht so einfach genau das richtige zu tragen. Auf der Arbeit sollte man trotz Hitze seriös angezogen sein, aber auch nicht mit durchgeschwitztem Hemd da sitzen. Frauen sollten nicht unbedingt den kürzesten Minirock tragen, den der Kleiderschrank hergibt, auch wenn es luftig ist und den Männern wahrscheinlich sehr gefallen würde.

Sommer bedeutet in diesem Jahr einfach mal wieder richtig schön viel nackte Haut zeigen. Da nimmt das Nacktsein natürlich wieder Dimensionen an, die man nicht immer sehen will. Männer sehen das vermutlich stets von der guten Seite. Hübsche, junge Frauen, die kurze Kleider tragen und einfach schön anzusehen sind. Im Gegensatz zu den Männern, haben die meisten Frauen ja auch ein gewisses Gespür für Ästhetik.

Während Männer der Meinung sind, nur weil sie es können, stets und überall mit freiem Oberkörper rumzulaufen, das auch machen zu müssen. Aber Frauen wollen nicht unbedingt eine pelzige Brust sehen, die Haare verschmiert, weil sich der Schweiz darin aufgefangen hat. Das ist nicht schön und wenn dann auch noch eine Goldkette den Oberkörper schmückt, kann man als Frau den Brechreiz kaum noch unterdrücken. Ja, es gibt auch Frauen, die sich nicht unbedingt vorteilhaft kleiden, aber Ausnahmen muss es einfach geben.

So schön der Sommer mit seiner Hitze auch ist und so toll so manch einer zu dieser Jahreszeit aussieht, es gibt doch immer wieder Exemplare, die uns den Herbst herbeisehnen lassen. Manchmal ist zu viel nackte Haut einfach nicht erträglich.

Ach und wenn wir schon dabei sind, Männer in Tangas am Strand sind verboten. Das erlaubt einfach der gute Geschmack nicht und da gibt es auch keine Diskussionen!

Es (Männer) sind meist eben doch nur Wilde!

Da haben also ein paar schlaue Wissenschaftler festgestellt, dass moderne Menschen nicht nur Kontakt zu Neandertalern hatten, sondern auch gleich Sex. Der Beweis dafür sei in unserem Erbgut, das zu vier Prozent mit dem des Neandertalers übereinstimmt. Schuld daran sollen die Leute aus dem Nahen Osten sein. Die haben nämlich auch gleich mal Nachwuchs mit den Neandertalern gezeugt.

Aber sind wir doch mal ehrlich, wirklich neu ist uns Frauen das doch nicht oder? Grunzende Geräusche, kratzen am Rücken oder an den Partien unterhalb des Bauchnabels fällt den meisten Männern so leicht, wie das Glas Bier in einem Zug zu leeren. Was also bedeutet, dass die vier Prozent beim männlichen Geschlecht wahrscheinlich nicht nur ruhen, sondern aktiviert sind und es auch ans Tageslicht schaffen.

Machomässiges Imponiergehabe kennt sicherlich jede Frau und mehr als müdes Lächeln ringt uns das schon lange nicht mehr ab. Nun aber auch noch den Beweis zu haben, dass wir uns das nicht nur eingebildet haben, ist eine Genugtuung. Nur leider scheinen auch immer mehr weibliche Wesen dieses Erbgut zu entdecken. Da wird gerülpst, gespuckt und geprügelt. Eine tolle Entwicklung.

Ich dachte ja immer, dass Revier Verteidigungen nur im Tierreich derart ausarten können, das es zu Mord und Totschlag kommt. Aber wenn man mal einen Blick in die Vergangenheit wirft, dann ist es gar nicht so abwegig, dass der Mensch Erbgut des Neandertalers mit sich rumträgt. Bereits die Macher von „Die Simpsons“ wussten das und zeigten Humor schon des Öfteren als primitiven Eingeborenen.

Jetzt hat die Wissenschaft also wieder etwas entdeckt und wahrscheinlich haben die Männer unserer Spezies nun eine weitere Ausrede warum sie so sind wie sie sind. Warum sie bauchkratzend mit einer Flasche Bier am Lagerfeuer sitzen und von ihren großen Taten berichten. Aber lassen wir sie einfach, es sind eben doch nur Wilde!

Scheiß auf die Emanzipation, ich will erobert werden!

Jetzt mal ganz ehrlich. Wir verdienen unser Geld selber, wir können uns selbst versorgen, wir treffen unsere eigenen Entscheidungen. Kurzgesagt, wir sind unabhängig. Keine Frau, die es nicht ausdrücklich wünscht, muss sich heutzutage von einem Mann haushalten lassen. Okay, dann und wann werden Frauen noch immer schlechter behandelt als Männer, aber selbst damit können wir inzwischen sehr gut umgehen. Die Zeiten in denen wir uns heulend in einer Ecke verkrochen haben, weil der böse Chef uns nicht so behandelt wie einen gleichgestellten Kollegen, sind vorbei.

Die moderne Frau ist stolz, frei und wie bereits erwähnt, unabhängig. Doch das Dilemma, was aus dieser Emanzipation hervorgegangen ist, nimmt Ausmaße an, die so keiner ahnen konnte. Während die Frauen ihren eisernen Weg Richtung „alleinige Herrschaft“ antraten, haben sich die Männer zurückgezogen. Sie haben Angst bekommen, verstecken sich hinter Röhrenjeans, „So finde ich die Richtige“-Büchern oder stolzen Imponiergehabe. Aber am schlimmsten ist, dass sie jetzt darauf warten von Frauen angesprochen zu werden.

Da steht zum Beispiel ein gutaussehender Mann an der Bar und lächelt die Frau an, sie lächelt auffordernd zurück. Und was macht er? Schnappt sich seine drei Bier und schlendert übertrieben gelassen zurück zu seinen Freunden, um mit ihnen zu tuscheln, während man unauffällig die Dame von eben bewundert. Moment! Können wir noch mal zurückspulen? Da stimmt doch was nicht! Vor einigen Jahren sah das doch anders aus?! Da war es dir Frau, die betont leicht zurück zu ihren Freundinnen ging, um anschließend ausgiebig über den Mann zu reden, der dann im Laufe des Abends auch noch vorbei kam oder zumindest der interessanten Dame einen Drink spendierte.

Springen wir also wieder vor zu dem Mann und der Frau aus der Bar. Er schaut, sie schaut ebenfalls, immer mal wieder interessiert hinüber, aber am Ende des Abends werden keine Telefonnummern ausgetaucht oder ein Drink spendiert. Denn beide haben gewartet, dass jeweils der andere den ersten Schritt macht. Klassisch! So und jetzt kommen wir mal zum Kern des Ganzen. Nur weil wir Frauen uns emanzipiert haben, heißt das noch lange nicht, dass wir die Rollen tauschen wollen.


Blumenstrauß „Athena“ jetzt verschenken!

Wir wollen noch immer erobert werden. Natürlich nicht auf die Plumpe „Hier bin ich, nimm mich“ Art und Weise. Wir sind durchaus anspruchsvoller geworden, aber im Grunde möchten wir einfach nur gezeigt bekommen, das wir die einzige sind, das wir unwiderstehlich sind, das wir wunderbar sind und dass ihr Männer, einfach nicht ohne uns Leben und sein könnt. Das ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt. Schickt uns Blumen, legt euch ins Zeugt, zeigt uns das ihr der jenige seid, den wir wählen sollten. Aber vor allem erobert unser Herz, nicht mit dummen Sprüchen, sondern seid galant, höflich und macht unsere emanzipierte Welt ohne euch langweilig und trostlos.