Und es tut eben doch weh …

Sehen wir der Wahrheit doch mal ins Gesicht. Ohne Schönrederei oder ähnlichem Wischi-Waschi. Wenn man von einem Mann, der vielleicht einen guten Monat Interesse geheuchelt hat, plötzlich nichts mehr hört, dann kann es noch so viele Ausreden geben, aber die Tatsache ist, ohne Frage, dass das Interesse wirklich nur geheuchelt war oder nie wirklich existiert hat.

Ehe Frau aber die Wahrheit akzeptiert, sucht sie eine ganze Weile noch nach Erklärungen für sein Verhalten. Denn leider ist es doch so, dass die Wahrheit, die wir selbst vor uns versuchen zu verheimlichen, die ist, die uns am meisten verletzen wird.

Letztendlich müssen wir da aber durch. Denn was nützt es Frau, wenn wir uns Dinge einreden um uns gut zu fühlen, nur um dann am Ende definitiv enttäuscht zu werden. Natürlich weiß man/Frau nie genau was der andere denkt, aber wenn der andere nicht in der Lage ist sich klar auszudrücken, dann wird es Zeit sich selbst klar zu machen was man will.

Will man weitere Zeit damit verschwenden darüber nachzudenken was hätte sein können? Das bringt nichts. Natürlich muss auch jeder für sich wissen, wie er mit bestimmten Situationen umgehen will. Manch einer benötigt länger und bei manch einem setzt die Erkenntnis früher ein. Aber man sollte jedem die Zeit zugestehen, die er benötigt um mit dieser misslichen Lage fertig zu werden.

Klar quälen wir uns selbst auch gerne und hoffen bis zum Schluss. Bis unser Herz tatsächlich nur noch aus einem Haufen Scherben besteht. Aber was soll‘s. Wir sind erwachsen und wissen, dass nach Regen auch wieder Sonne kommt. Dann nehmen wir uns einfach Tesafilm und kleben unser Herz wieder zusammen. Schließlich hat die Welt ja noch mehr als diese eine Person zu bieten.

Alles was wir brauchen ist ein kleinwenig Zeit. So schnell kann man ein kaputtes Herz halt nicht reparieren. Auch wenn wir unseren Freunden und Familien gerne etwas anderes zeigen. Ein Lächeln aufsetzen und versichern, das alles in bester Ordnung ist. Wir wissen, dass der Tag kommt an dem wieder alles so ist wie es sein sollte und das Lächeln wieder echt ist. Bis dahin brauchen wir nur ein wenig Geduld, denn es tut am Ende eben doch weh.

„Schatz, es sind 30°C … du willst doch nicht wirklich SEX?!!!!“

Ich glaube es einfach nicht. Morgens kurz nach dem Aufstehen, ist der erste Gang erst mal unter die Dusche. Das Wasser ist eiskalt, aber so erfrischend, dass ich glatt vergessen könnte, dass die Sommerhitze die Wohnung auf 30°C erwärmt hat.

Problem bei dem ganzen ist nur, dass ich mich nach dem Duschen frage, ob ich überhaupt geduscht habe. Denn das Wasser verdunstet schneller, als ich mich abtrocknen kann. Aber ich habe es wenigstens versucht. Frisch verklebt von den 10 minütigen Gehen zur S-Bahn, sitze ich dann auch schon einem dicken, schweißüberzogenen Mann gegenüber. Oh, welch Freude.

Aber eigentlich kann ich es ihm nicht mal übel nehmen. Denn während draußen 30°C sind, fühlt es sich in der S-Bahn an, als wären es 45°C. Da fange auch ich wieder kräftig zu transpirieren an und ich sitze nur. Die Menschen, die bei diesen Temperaturen sportlichen Aktivitäten nachgehen, kann man eigentlich nur bewundern oder ihnen den direkten Weg zur nächsten Psychiatrie weisen.

Froh endlich wieder einigermaßen Luft zubekommen, steige ich aus der S-Bahn und renne förmlich ins Büro. Nicht das dort etwa eine Klimaanlage installiert wäre, aber es gibt immerhin einen Ventilator, der mir das Gefühl gibt direkt auf einem Flugplatz zuarbeiten. Aber man sollte sich ja nicht beschweren, manche Leute, haben noch nicht mal ein Fenster zum Öffnen in ihrem Büro.

Meine Arbeit ist nicht gerade körperlich anstrengend, aber dennoch schwitzt mein Körper aus jeder einzelnen Pore. Aus diesem Grund überlege ich mir zweimal ob ich zum Mittag rausgehen soll oder doch lieber unbeweglich vor meinem Monitor sitzen bleibe. Ich beschließe letzteres, was mir leider den unangenehmen Besuch meines Chefs beschert, der es übrigens tatsächlich geschafft hat vier Tage hintereinander die gleichen Klamotten zu tragen und das bei dem Wetter.

Beim nächsten Gespräch sollte ich ihn vielleicht fragen, welche Wundermittel er hat, dass die Sachen nicht völlig durchtränkt von Schweiß sind. Nachdem meine Mittagspause also daraus bestand sich die obskursten Ideen meines Chefs anzuhören. Bin ich nach neun Stunden froh endlich nach Hause gehen zu können.

Und während ich kopfnickend und auf Durchzug gestellt vor meinem Chef saß, haben die bei der Bahn tatsächlich vergessen, die Wagons zu lüften oder sie haben die Heizung angemacht. Alles was ich weiß, ist dass ich mich in der S-Bahn nach Hause fühtle wie in der Sauna. Und zu allem Überfluss besaß der Typ mir gegenüber auch noch die Frechheit einen Döner zu essen. In einer S-Bahn, bei 55°C!!!

Egal, ich wollte einfach nur noch unter meine kalte Dusche und dann ins Bett, diese Hitze kann einen ganz schön schlauchen. Nach gefühlten 100 Jahren, konnte ich endlich das kühle Nass auf meiner Haut spüren und war glücklich. Als mein Körper dann allerdings langsam Anzeichen von Erfrierung hatte, stieg ich aus der Dusche und legte mich halbnackt, nur mit einem Slip bekleidet ins Bett.

Ich spürte wie der Schlaf über mich kam, aber ich hatte nicht mit meinem Freund gerechnet. Der, zu meinem Leid, in einem klimatisierten Büro arbeitete, einen Wagen fuhr, der eine Klimaanlage besaß und der am Ende eines Tages noch genau so frisch war wie am Morgen.

Mein Fehler war es unbekleidet ins Bett zu gehen. Denn als nächstes merkte ich nur noch, dass mein Freund der Meinung war, bei dieser Hitze Sex haben zu müssen. Der Gedanke gleich wieder auf jedem Zentimeter meiner Haut Schweißtropfen zu haben, brachte mich nicht gerade in sexuelle Erregung. Also sah ich ihn an mit ungläubigen Blick und fragte „Schatz, es sind 30°C … du willst doch nicht wirklich SEX?!!!!“.

Okay es war vielleicht nicht unbedingt eine Frage, eher eine Feststellung, aber sie hatte zum Ergebnis, dass mein Freund beleidigt abzog und sich einer kalte Dusche gönnte. Wahrscheinlich nicht aus demselben Grund wie ich einige Minuten zuvor, aber am Ende zählt, dass ich in Ruhe einschlafen konnte.

Fremdgehen – diese verbotene Frucht schmeckt am besten

Oh ja, irgendwie haben wir Menschen stets das Bedürfnis, genau das zu tun, was wir eigentlich lieber lassen sollten. Das was nicht besonders gut ist für uns, wollen wir doch ganz gerne ausprobieren. Wir essen gerne Fast-Food, obwohl es ernährungstechnisch gesehen, nicht die beste Wahl ist.

Wir gehen bei Rot über die Straße, wir springen in die S-Bahn obwohl die Türen schon so gut wie zu sind, wir fahren grundsätzlich mindestens 20 km/h mehr als erlaubt und wir essen mit Absicht eine Eiskugel mehr als gut für uns wäre. All das machen wir ohne schlechtes Gewissen (mehr oder weniger) und das ist okay, denn es sind „Bauchentscheidungen„. Wir denken nicht darüber nach!

Doch bei einer Sache, sollten wir manchmal vielleicht auf unseren Verstand hören und nicht unserem „Bauch“ folgen. Dem Fremdgehen! Im Grunde macht es jeder zweite. Die Stars machen es, der Nachbar macht es, die Arbeitskollegin und die Politiker sowieso. So verbreitet es auch ist, so unangenehm ist es, wenn man der oder die Betrogene ist. Aber das Spiel mit dem Feuer ist etwas, dass wir uns einfach nicht nehmen lassen wollen.

Allerdings bleibt die Frage, warum gehen wir fremd? Wollen wir den Partner verletzen? Ist unser Ego so groß, dass es von mehreren Menschen geliebt werden muss? Haben wir einfach nur Langeweile und wollen mal was Neues ausprobieren? Stimmt was in der Beziehung nicht? Es gibt tausend Gründe und keiner ist zufriedenstellend oder rechtfertigt die Sache. Nicht einer!

Das Schlimme an dem Ganzen ist, dass der Betrüger zum Betrogenen werden kann und plötzlich ist der „Böse“ das Opfer und sieht dennoch nicht, dass er dem anderen dasselbe angetan hat. Fremdgehen endet nie gut. Egal für wen der drei Betroffenen. Aber diese verbotene Frucht schmeckt einfach am besten, egal ob wir uns an ihr verbrennen und das machen wir ohne Zweifel.