Das Bauchgefühl

Kennt ihr das auch, diesen Kampf zwischen Bauch und Kopf? Den Kampf, den man beinahe tagtäglich kämpft? Egal ob es um große oder um kleine Dinge geht? Unser Bauchgefühl scheint so etwas wie unsere innere Stimme zu sein. Sie bewahrt uns davor Dummheiten zu machen, vor allem wenn man gelernt hat auf sie zuhören.

Leider wird diese Stimme oft genug von unserem Verstand unterdrückt. Der logische Teil in uns, denn wir über die Jahre immer mehr geschärft haben. Der der uns unmissverständlich alle Ereignisse, die geschehen sind, aufzeigt und zu einem großen Ganzen formt. Dennoch ist der Verstand nur in der Lage sieben Dinge auf einmal wahrzunehmen, unser Unterbewusstsein schafft da ein Vielfaches mehr.

Was uns wieder zum Bauchgefühl bringt. Das wird von unserem Unterbewusstsein gesteuert. Leider hören wir zu selten auf dieses. Dabei bekommt man doch von klein auf gesagt, dass man seinem Bauchgefühl, seiner inneren Stimme, seinem Unterbewusstsein vertrauen soll. So können wir die richtigen Entscheidungen treffen. Entscheidungen, mit denen wir leben können.

Aber was, wenn der Verstand lauter ist, als dieses Bauchgefühl? Was wenn die äußeren Stimmen hartnäckiger, logischer und überzeugender sind? Natürlich würde ich gerne auf mein Gefühl hören, aber alles was bis zu diesem Zeitpunkt passiert ist, gibt der Außenwelt recht. Es ist rational gesehen offensichtlich, dass mein Bauch was Schlechtes gegessen haben muss, denn sonst würde er das genauso sehen, wie der Rest der Welt, meiner kleinen Welt.

Also, was ist denn nun so gut an diesem „Bauchgefühl“, dass die Menschheit so sehr darauf schwört? Entscheiden wir rational oder entscheiden wir intuitiv? Wann sollte man wie entscheiden? Und welche Entscheidung macht uns am Ende glücklich? Die Verstandentscheidung oder die Bauchentscheidung?

Jetzt kommt wieder dieses allgemein beliebte „das muss jeder für sich wissen“. Ja natürlich! Das hilft aber keines Wegs bei irgendwelchen Gefühlen. Ich weiß ja nicht mal, was ich wissen muss, um zu wissen wem ich folge … Verstand oder Gefühl?! Wer immer auf den Trichter mit dem Bauchgefühl gekommen ist, gehört gewaltig gegens Schienbein getreten! Denn soweit ich das beurteilen kann, hat mein Bauchgefühl mich bis jetzt stets im Stich gelassen oder ich bin einfach nur zu rational und hab es nicht registriert, wenn mein komischer Bauch mit mir gesprochen hat.

„Hallo Bauch? Hast du ein Gefühl?“

„Hallo?“

„Ja. Das Nicht-Antworten-Spiel kenn ich zu genüge. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit was Neuem? Einer Antwort zum Beispiel!“
Grummel
„?“
Grummel, grummel
„? … Mmh … ich geh dann mal was essen.“
Grummel, grummel, grummel
„Ja, ja!“

Und es tut eben doch weh …

Sehen wir der Wahrheit doch mal ins Gesicht. Ohne Schönrederei oder ähnlichem Wischi-Waschi. Wenn man von einem Mann, der vielleicht einen guten Monat Interesse geheuchelt hat, plötzlich nichts mehr hört, dann kann es noch so viele Ausreden geben, aber die Tatsache ist, ohne Frage, dass das Interesse wirklich nur geheuchelt war oder nie wirklich existiert hat.

Ehe Frau aber die Wahrheit akzeptiert, sucht sie eine ganze Weile noch nach Erklärungen für sein Verhalten. Denn leider ist es doch so, dass die Wahrheit, die wir selbst vor uns versuchen zu verheimlichen, die ist, die uns am meisten verletzen wird.

Letztendlich müssen wir da aber durch. Denn was nützt es Frau, wenn wir uns Dinge einreden um uns gut zu fühlen, nur um dann am Ende definitiv enttäuscht zu werden. Natürlich weiß man/Frau nie genau was der andere denkt, aber wenn der andere nicht in der Lage ist sich klar auszudrücken, dann wird es Zeit sich selbst klar zu machen was man will.

Will man weitere Zeit damit verschwenden darüber nachzudenken was hätte sein können? Das bringt nichts. Natürlich muss auch jeder für sich wissen, wie er mit bestimmten Situationen umgehen will. Manch einer benötigt länger und bei manch einem setzt die Erkenntnis früher ein. Aber man sollte jedem die Zeit zugestehen, die er benötigt um mit dieser misslichen Lage fertig zu werden.

Klar quälen wir uns selbst auch gerne und hoffen bis zum Schluss. Bis unser Herz tatsächlich nur noch aus einem Haufen Scherben besteht. Aber was soll‘s. Wir sind erwachsen und wissen, dass nach Regen auch wieder Sonne kommt. Dann nehmen wir uns einfach Tesafilm und kleben unser Herz wieder zusammen. Schließlich hat die Welt ja noch mehr als diese eine Person zu bieten.

Alles was wir brauchen ist ein kleinwenig Zeit. So schnell kann man ein kaputtes Herz halt nicht reparieren. Auch wenn wir unseren Freunden und Familien gerne etwas anderes zeigen. Ein Lächeln aufsetzen und versichern, das alles in bester Ordnung ist. Wir wissen, dass der Tag kommt an dem wieder alles so ist wie es sein sollte und das Lächeln wieder echt ist. Bis dahin brauchen wir nur ein wenig Geduld, denn es tut am Ende eben doch weh.

Trennung eines Hollywood Traumpaars – Distanz, die größte Herausforderung einer Liebe?

Da haben wir es mal wieder. Noch vor zwei Jahren wurden sie als das neue Traumpaar Hollywoods gehandelt und nun ist alles vorbei. Scarlett Johansson und Ryan Reynolds lassen sich scheiden. Der Grund soll die räumliche Distanz sein. Beide haben häufig in unterschiedlichen Städten und Ländern zu tun und sehen sich nur selten.

Da geht es den Menschen wie den Leuten. Von normalen Alltagsproblemen werden eben auch keine Filmsternchen verschont. Die Distanz scheint für die Liebe eine der größten Herausforderungen zu sein, denn mit dem Menschen, den man liebt nicht zusammen sein zu können, auf Grund der Entfernung macht einen nicht gerade glücklich.

Dennoch gehen Menschen immer wieder Beziehungen ein, die in den Augen anderer zum Scheitern verurteilt ist, weil die Distanz einfach viel zu groß ist. Und während die Vernunft sagt „Hey, die haben recht“, sagt das Herz „Ach, lass sie reden. Wir finden einen Weg“. Aber wer hat denn nun Recht? Der Verstand oder das Herz?

Das Herz will grundsätzlich was es will, da ist ihm die Vernunft nur im Weg und wenn wir eines aus dem Leben gelernt haben, dann das wir stets um das kämpfen sollten, was wir unbedingt haben wollen. Wer nicht kämpft, hat ja eigentlich schon verloren. Irgendwann tauchen dann nämlich diese quälenden Fragen auf wie „Was wäre gewesen wenn …?„.

Nur wenn wir den Mut haben etwas zu riskieren, dann wissen wir dass wir alles probiert haben um unser Glück, unser Ziel zu erreichen. Das gilt doch besonders für die Liebe oder? Es klingt immer so kitschig, aber trotzdem ist es ja nicht verkehrt. Nichts bringt uns dem Himmel näher und nichts lässt uns so durch die Hölle gehen wie Gefühle.

Also sollte man aufgeben, weil der Mensch, den man liebt hunderte Kilometer weit weg wohnt oder sollte man kämpfen? Sehen wir es doch mal aus folgender Perspektive. Will man mit oder ohne diesen besonderen Menschen leben? Für mich wäre die Antwort ziemlich klar. Lieber habe ich diesen einen Menschen nur für ein paar Stunden oder Tage, als ihn gar nicht in meinem Leben zu haben.

Bis das Herz weint

HerzDie Liebe ist ein Miststück. So hinterhältig und gemein wie keine andere Sache auf dieser Welt. Wenn du denkst, du hast sie endlich kapiert, dreht sie sich lächelnd zu dir um und fletscht die Zähne. Sie spielt mit dir und deinen Gefühlen, lässt sie verschwinden und dann an einer anderen Stelle wieder auftauchen.

In dem Moment, in dem du der Meinung bist, dass du alles unter Kontrolle hast, das dein Herz dir gehört und es niemand einfach so bekommt, ist sie da, die Liebe. Sie lässt dich im Dunkeln tappen, wenn du denkst es ist strahlender Sonnenschein und bringt den Regen, wenn du meinst, dass alles okay ist, wie es ist.

Jetzt mal ehrlich. Wer will denn sowas. Ein Leben in dem die Liebe jeden Augenblick alles verändern kann. Da macht man Pläne, hat Ziele und dann entschiedet dieses „Miststück“ das ab jetzt alles anders wird. Egal in welche Richtung, dass Leben steht Kopf, wenn die Liebe mal wieder der Meinung ist, sich einmischen zu müssen.

Nehmen wir zum Beispiel einen Single, der seit einiger Zeit allein sein Leben meistert. Entscheidung über Veränderungen nur mit sich selbst ausmachen muss. Keine weiteren Verpflichtungen, keine falsche Rücksichtnahme auf andere, wenn man sich entschieden hat. Dieser Single kann sein Leben frei gestalten. Nun meint aber die Liebe, dass es mal wieder Zeit wird, ihn daran zu erinnern, dass sie auch noch da ist und gerne ein bisschen in seinem Leben rumspielt und Chaos verbreitet.

Das schafft sie auch und zwar solange bis das Herz weint. Dann will es nämlich das Spiel der Liebe nicht mehr mitmachen, dann hat es genug vom Rätselraten und will seine Ruhe. Vorzugsweise in einer Beziehung, in der es sich wohl fühlt.

Auf der anderen Seite haben wir den Beziehungsmenschen. Der seine Entscheidungen nicht mehr alleine treffen kann. Denn da ist ja noch jemand, dessen Leben sich verändert, wenn man sich entscheiden muss. Dann ist das Herz hin- und hergerissen, zwischen dem was es für sich alleine will und dem was es für den anderen Menschen will. Das tut dann irgendwann so sehr weh, dass es weint, das Herz.

Und während der ganzen Zeit, schaut die Liebe dabei zu und freut sich. Denn sie hat ein Spiel in Gang gesetzt, dass niemand aufhalten kann. Es ist so alt, wie der Mensch selbst und hat mehr Jahrhunderte überlebt als alles andere. Das Spiel besteht aus Zweifel, Hoffnung, Freude, Trauer, Hochgefühlen und vielen anderen Dingen. Wir spielen dieses Spiel, egal ob wir wollen oder nicht. Die Liebe weiß das und sie zieht von einem zum anderen ohne Rücksicht auf Verluste.