Ein Schritt weiter und du bist in der Hölle

LiebeEs gibt Tage an denen man sich am liebsten einfach nur in eine Ecke verkriechen und die Decke über den Kopf ziehen möchte. Tage an denen am Ende nichts mehr von dir übrig ist als ein kleines Häufchen Elend umgeben von einem Meer aus Tränen.

Du bist am Boden angekommen und du weißt, die Hölle ist nur ein Schritt weit entfernt. Eigentlich möchtest du auch gerne da am Boden liegen bleiben, weil es in diesem Moment nichts gibt was die Sache besser macht. Doch niemand liegt gerne dort. Also reißt du dich zusammen und schwimmst durch dieses Meer, dass du selbst entstehen lassen hast.

Schließlich bist du der einzige Mensch, der es auch wieder austrocknen kann. Du zählst bis fünf, atmest tief ein und stehst auf. Du verdrängst die trüben Gedanken, die Zweifel, die dich immer wieder zu Fall bringen. Du hoffst, dass alles gut wird. Du versuchst den Glauben an das Gute nicht zu verlieren, denn sie frisst dich auf.

Diese Sehnsucht, die Besitz von dir ergreift und dir das Gefühl gibt allein zu sein. Du siehst die Menschen um dich herum in Hektik an dir vorbei ziehen und du stehst still. Gefangen von ihr, sie zerreißt dich. Sie lässt dich nicht in Ruhe. Du kannst versuchen sie bei Seite zu schieben, sie zu vergessen. Doch die Sehnsucht gibt nicht auf, du kannst sie nicht los werden. Und je mehr du versuchst sie zu ignorieren, umso stärker nimmt sie Besitz von dir.

Der Grund dafür ist so simpel und dennoch so kompliziert, dass es schon zum Schreien komisch ist. Der Grund ist Liebe. Die Sehnsucht nach Liebe, zu lieben und geliebt zu werden. Selbst wenn es Menschen in deinem Leben gibt, die dir wieder beim Aufstehen helfen. Die durch ein Telefonat wieder alles besser machen können, weil sie dich zum Lachen bringen und für dich da sind. Sie helfen dir dabei die Sehnsucht in die Schranken zu weisen. Dennoch nagt sie, ganz leicht und leise, weiter an dir. Denn Liebe ist ein hohes Gut.

Es gibt einen wunderschönen Spruch von Ann Landers, der wahrer nicht sein könnte.

„If you have love in your life it can make up for a great many things you lack. If you don’t have it, no matter what else there is, it’s not enough.“

Bis das Herz weint

HerzDie Liebe ist ein Miststück. So hinterhältig und gemein wie keine andere Sache auf dieser Welt. Wenn du denkst, du hast sie endlich kapiert, dreht sie sich lächelnd zu dir um und fletscht die Zähne. Sie spielt mit dir und deinen Gefühlen, lässt sie verschwinden und dann an einer anderen Stelle wieder auftauchen.

In dem Moment, in dem du der Meinung bist, dass du alles unter Kontrolle hast, das dein Herz dir gehört und es niemand einfach so bekommt, ist sie da, die Liebe. Sie lässt dich im Dunkeln tappen, wenn du denkst es ist strahlender Sonnenschein und bringt den Regen, wenn du meinst, dass alles okay ist, wie es ist.

Jetzt mal ehrlich. Wer will denn sowas. Ein Leben in dem die Liebe jeden Augenblick alles verändern kann. Da macht man Pläne, hat Ziele und dann entschiedet dieses „Miststück“ das ab jetzt alles anders wird. Egal in welche Richtung, dass Leben steht Kopf, wenn die Liebe mal wieder der Meinung ist, sich einmischen zu müssen.

Nehmen wir zum Beispiel einen Single, der seit einiger Zeit allein sein Leben meistert. Entscheidung über Veränderungen nur mit sich selbst ausmachen muss. Keine weiteren Verpflichtungen, keine falsche Rücksichtnahme auf andere, wenn man sich entschieden hat. Dieser Single kann sein Leben frei gestalten. Nun meint aber die Liebe, dass es mal wieder Zeit wird, ihn daran zu erinnern, dass sie auch noch da ist und gerne ein bisschen in seinem Leben rumspielt und Chaos verbreitet.

Das schafft sie auch und zwar solange bis das Herz weint. Dann will es nämlich das Spiel der Liebe nicht mehr mitmachen, dann hat es genug vom Rätselraten und will seine Ruhe. Vorzugsweise in einer Beziehung, in der es sich wohl fühlt.

Auf der anderen Seite haben wir den Beziehungsmenschen. Der seine Entscheidungen nicht mehr alleine treffen kann. Denn da ist ja noch jemand, dessen Leben sich verändert, wenn man sich entscheiden muss. Dann ist das Herz hin- und hergerissen, zwischen dem was es für sich alleine will und dem was es für den anderen Menschen will. Das tut dann irgendwann so sehr weh, dass es weint, das Herz.

Und während der ganzen Zeit, schaut die Liebe dabei zu und freut sich. Denn sie hat ein Spiel in Gang gesetzt, dass niemand aufhalten kann. Es ist so alt, wie der Mensch selbst und hat mehr Jahrhunderte überlebt als alles andere. Das Spiel besteht aus Zweifel, Hoffnung, Freude, Trauer, Hochgefühlen und vielen anderen Dingen. Wir spielen dieses Spiel, egal ob wir wollen oder nicht. Die Liebe weiß das und sie zieht von einem zum anderen ohne Rücksicht auf Verluste.

Optimisten voraus oder die Welt durch die Augen eines Pessimisten

KleeblattWer kennt sie nicht? Die Miesmacher, die negativ Denkenden, die Pessimisten. Jeder von uns hat so ein Exemplar sicherlich in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis. Egal worum es geht diese Person sieht stets das Schlechte. Der Tag kann noch so schön sein, aber über dem Kopf dieses Pessimisten hängt garantiert eine Regenwolke. Die einzige weit und breit natürlich.

Da fragt man sich doch, wie diese Menschen ihr Leben überhaupt genießen können? An jeder Sache vermuten sie einen Haken. Das schlimme an dem ganzen ist, dass sie das mit einer so großen Überzeugung machen, dass sie es immer wieder schaffen auch die Menschen, die sonst positiv sind mit runterzuziehen.

Plötzlich fängt der Optimist an ebenfalls nur die schlechten Dinge zu sehen. Auf einmal ist das Haus, das man gerade noch schön fand, mit dem Blick aufs Wasser oder dem tollen großen Grundstück gar nicht mehr so schön. Denn im Sommer sieht man dann vielleicht nackte Menschen in dem See baden und das Grundstück muss auch gepflegt werden. Überhaupt vielleicht versteht man sich auch gar nicht mit den Nachbarn.

„The worst case“ nennen die Amerikaner das. Sich das schlimmste Szenario vorstellen, ja das können Pessimisten wirklich gut! Wenn man dann versucht diesem Mensch klar zu machen, dass es auch gute Dinge gibt, dann wird man zur „Schnecke“ gemacht, weil man ihn nicht versteht. Aber eigentlich will man ihn nicht verstehen! Denn wie traurig muss das Leben sein, wenn man das Gute nicht mehr sieht?

Da haben es die Optimisten doch viel schöner. Sie sehen den blauen Himmel, das schöne Haus, mit dem Seeblick und ihnen geht es dabei nicht schlecht. Menschen die positiv eingestellt sind, finden viel eher mal eine Lösung für ein Problem, als die negativen Personen unter uns. Die jedes Problem dann noch schlechter machen, die mit Vorliebe aus einer Mücke nicht nur einen Elefanten sondern ein Mamut machen.

Jeder Pessimist sollte auf seiner Lebensreise einen Optimisten an seiner Seite haben. Ansonsten vergisst er vielleicht, dass man nur dieses eine Leben hat und man es sich so schön wie möglich machen sollte und dabei einfach mal ab und an die schlechten Dinge übersehen, damit die guten einen Platz in diesem Leben finden können.

Und die Welt ist Fussball!

Vier Jahre mussten wir auf diesen Tag warten. Den ersten WM-Tag. Das Auftaktspiel. Die Fußballer. Die Menschen im Stadion, zu Hause vor dem Fernseher oder beim Public Viewing. Alle haben sie diesen Tag entgegengefiebert. Und ganz plötzlich sind wir alle gleich.

Wir sind Fans, wir freuen uns gemeinsam und wir trauern gemeinsam. Keine Sportart hat das Vermögen so viele Menschen zusammen zu führen. Die nächsten Wochen wird sich bei vielen Familien, Freunden und Bekannten alles um den Fußball drehen. Wo werden die Spiele geschaut, wann kommen sie und besonders wichtig, wer macht den Kartoffelsalat für das Grillfest, das natürlich bei einer Fußball WM nicht fehlen darf.

Die Autos, der Balkon, die Arme, Beine und Gesichter sind mit den Farben des Landes geschmückt. Fahnen wehen im Wind aus Fenstern und an Autos. Grölende Menschen freuen sich einen weiteren Grund gefunden zu haben ein „kühles Blondes“ zu trinken. Die Zeitungen werden sich mit Schlagzeilen über die Mannschaften nur so überbieten und wichtigste Nachricht am Morgen werden die Fußballergebnisse des Vortages sein.

Schön diese Zeit und egal in welches Land man blickt, egal auf welchen Kontinent. Die Bilder werden die gleichen sein. Nur am Ende wird es einen großen Unterschied geben. Während ein Land ausgiebig den Gewinn der Fußball Weltmeisterschaft 2010 feiern wird, werden alle anderen entweder schon zur Tagesordnung übergegangen sein oder trauern, weil sie so nah am Sieg waren. Am 11 Juli 2010 werden wir wissen welches Team in die Fußballgeschichte eingehen wird. Bis dahin heißt es feiern und Daumen drücken.