Das Prinzip Hoffnung

KleeblattWer kennt sie nicht? Die langen, nie enden Tage, die dich am Sinn des Lebens zweifeln lassen. Die dich dazu bringen jede Entscheidung, die du je getroffen hast noch einmal zu hinterfragen. Zu schauen ob man doch lieber den anderen Weg hätte wählen sollen.

Diese Tage sind erbarmungslos. Sie kommen ohne Vorwarnung, du stehst am Morgen auf und du weißt es ist mal wieder so weit, besser wenn du gleich liegen bleibst, die Decke über den Kopf ziehst und auf den nächsten Morgen wartest. Doch leider geht das nicht, denn die Arbeit ruft so laut, dass selbst der Wecker noch leise erscheint.

Also machst du das, was dir an diesem Tag als ein unausweichbares Übel, du schlüpfst in deine Klamotten und machst dich auf den Weg. Den gleichen wie jeden Tag, sitzt in derselben dummen S-Bahn, mit denselben langweiligen Leuten, die vielleicht ausgerechnet heute ebenfalls so einen Tag haben.

Im Grunde gibt es nichts, was diesen Tag noch irgendwie retten kann. Deine Kollegen gehen dir auf den Keks und eigentlich willst du dich nicht mit ihnen unterhalten und schon gar nicht mit deinem Chef, der womöglich wieder irgendeine „super tolle“ Idee hat, die sofort umgesetzt werden muss. Da du aber nicht als sozial inkompatibel gelten willst, wirfst du ab und zu mal eine blöde Bemerkung in den Raum.

Insgeheim ist es dir aber völlig egal worüber geredet wird, du willst einfach nur nach Hause. Schließlich siehst du in dem ganzen Gerede eh keinen Sinn und überhaupt scheinen sich alle weiterzuentwickeln während du blöde an einer Stelle stehst und den anderen zuschaust.

Am liebsten möchtest du raus aus deinem Leben. Weg von all den täglichen, stupiden Abläufen, die dein Dasein prägen. Du merkst wie dieser Wunsch, dein altes Leben zu verlassen und ein neues zu beginnen immer größer wird. Doch du weißt, je größer er wird umso mehr dieser Tage liegen noch vor dir.

Aber trotzdem gehst du am Abend nach Hause. Machst dir noch etwas zu essen, schaust noch ein bissel fern oder ähnlich und gehst dann ins Bett. Nur um dann am nächsten Morgen, das gleiche Spiel von vorne zu beginnen. Und auch wenn dir das alles manchmal so absurd und völlig überflüssig erscheint, machst du weiter.

Denn du glaubst einfach daran, dass es besser wird. Das sich deine Wünsche, wenn auch nur zum Teil, erfüllen. Das du es schaffst auszubrechen, den Teufelskreis Alltag zu verlassen. Und alles nur durch das Prinzip Hoffnung, das uns weiter machen lässt, Tag für Tag.

Kinder kriegen ist nicht schwer …

Eltern sein dagegen sehr. Wer kennt ihn nicht? Diesen Spruch, den ist in verschiedenen Formen gibt, doch die Grundessenz ist stets die Selbe. Das Eltern Dasein ist kein Spaziergang, wenn die kleinen erst mal da sind. Allerdings muss es dazu zuerst kommen.

Rein theoretisch ist es natürlich nicht schwer schwanger zu werden, aber nicht bei jeder Frau, die gerne ein Kind haben möchte, klappt das auch. Es muss nicht immer daran liegen, dass die Frau oder der Mann dazu nicht in der Lage sind, manchmal wünscht man sich ein Kind einfach zum falschen Zeitpunkt.

Es gibt viele Gründe warum Frauen, die unbedingt ein Kind haben wollen, keine Mama werden. Zum einen hätten wir da den Mangel am vorhanden Mann. Natürlich könnte man das in unserer Zeit mit einer künstlichen Befruchtung umgehen, aber wer möchte schon „“unbekannt“ bei Vater eintragen.

Dann gibt es noch die Frauen, die zwar einen Partner haben, dieser aber auf keinen Fall ein Kind geschweige denn Kinder, haben will. Weil er entweder seine Freiheit noch genießen will, Angst vor der Verantwortung hat oder sich nicht sicher ist ob er überhaupt je Kinder haben will.

Was macht man dann? Natürlich liegt es in der Hand der Frau, sie kann ohne sein Wissen die Pille absetzen und dann einfach behaupten, dass die Pille eben auch nicht zu 100% sicher ist. Was ja stimmt, also wäre sie auf der sicheren Seite. Doch ist das nicht unbedingt die moralisch beste Lösung, manchmal aber einfach die einzige.

Also halten wir fest, dass das mit dem Kinder kriegen doch gar nicht so einfach ist, wie allgemein hin behauptet wird. Früher war das sicherlich der Fall, aber seit sich die Zeiten so extrem verändert haben, ist auch das kein Spaziergang mehr. Für viele Männer steht Familie nicht unbedingt an erster Stelle. Sondern Freiheit, sich amüsieren und sich keine Gedanken über morgen machen müssen.

Das alles fällt, zumindest meistens, flach, wenn erst mal ein Kind im Haus ist. Das Leben verändert sich um 180° Grad und plötzlich sind andere Dinge wichtig. Man sieht seine Kumpels nicht mehr so oft, man kann nicht einfach spontan entscheiden heute Nacht mach ich einen drauf oder einfach das Morgen vergessen, wenn man doch ein Kind ernähren muss.

Übrigens geht es auch immer mehr Frauen so. Was Männer bei der Sache vergessen ist, dass sich das Leben der Frau auch verändert, auch wenn sie (die Männer) sich gerne als Opfer sehen.

Also nichts mit „“Kinder kriegen ist nicht schwer …“. Es ist schwerer als je zuvor.