Wer ist eigentlich Valentin und warum hat der einen eigenen Tag?

Da ist er wieder … dieser Valentin. Was macht er noch gleich und warum ist er überhaupt aufgetaucht? Ach und warum gehören ihm anscheinend so viele Geschäfte oder verwechsel ich da gerade was? Na gut, er ist da, dieser komische Tag und die Leute scheinen wirklich an diesem Tag darauf bedacht zu sein, Schmuck, Blumen und ähnliches für ihren Partner kaufen zu müssen!

Aber warum an diesem einen Tag? Soweit ich mich erinnere, ist es doch so, dass man einen Menschen nicht nur an einem Tag liebt, sondern an jedem Tag, den man bei ihm sein kann, nicht bei ihm sein kann, mit ihm verbringen kann, nicht mit ihm verbringen kann. Ich benötige keinen Tag, der mich daran erinnert, dass ich ja da jemanden habe, den ich liebe.

Klar mal lieb ich ihn mehr und mal weniger, aber ich Blumen oder was auch immer, kann ich ihm dann schenken, wenn mir danach ist und nicht wenn irgendwer da draußen der Meinung ist, jetzt! Im Grunde ist es auch ziemlich egal, ob dieser Valentinstag nun eine Erfindung der Grußkartenindustrie ist oder nicht. Es ist sicherlich jedem selbst überlassen, wie er diesen Tag übersteht.

Wahrscheinlich ist er sogar leichter zu ertragen für diejenigen, die keinen Partner haben, die müssen sich dann wenigstens keine Gedanken darüber machen, was wohl der Partner sagt, wenn man mit keinem Geschenk zu Hause auftaucht. Auf der anderen Seite wird den Singles unter uns das Liebesglück der anderen an diesem Tag mächtig unter die Nase gerieben, was irgendwie auch nicht so prickelnd ist.

Also sollte doch einfach jeder dann seinem Liebsten sagen was er fühlt, wenn er es für richtig hält. Ohne das man dabei von der Welt dazu gezwungen wird und dann vielleicht nicht mal die Erwartungen des Partners erfüllt, weil er eigentlich was ganz anderes wollte. Alles passiert zu seiner Zeit, auch die Liebe und das muss nicht unbedingt der 14. Februar sein. Die Liebe hat ihre eigenen Regeln, nur ist noch keiner dahinter gekommen, wie die lauten.

Trotzdem wünsch ich allen einen schönen Tag! Egal ob glücklich verliebt oder allein. Macht das Beste draus und alles kommt von allein.

Scheiß auf die Emanzipation, ich will erobert werden!

Jetzt mal ganz ehrlich. Wir verdienen unser Geld selber, wir können uns selbst versorgen, wir treffen unsere eigenen Entscheidungen. Kurzgesagt, wir sind unabhängig. Keine Frau, die es nicht ausdrücklich wünscht, muss sich heutzutage von einem Mann haushalten lassen. Okay, dann und wann werden Frauen noch immer schlechter behandelt als Männer, aber selbst damit können wir inzwischen sehr gut umgehen. Die Zeiten in denen wir uns heulend in einer Ecke verkrochen haben, weil der böse Chef uns nicht so behandelt wie einen gleichgestellten Kollegen, sind vorbei.

Die moderne Frau ist stolz, frei und wie bereits erwähnt, unabhängig. Doch das Dilemma, was aus dieser Emanzipation hervorgegangen ist, nimmt Ausmaße an, die so keiner ahnen konnte. Während die Frauen ihren eisernen Weg Richtung „alleinige Herrschaft“ antraten, haben sich die Männer zurückgezogen. Sie haben Angst bekommen, verstecken sich hinter Röhrenjeans, „So finde ich die Richtige“-Büchern oder stolzen Imponiergehabe. Aber am schlimmsten ist, dass sie jetzt darauf warten von Frauen angesprochen zu werden.

Da steht zum Beispiel ein gutaussehender Mann an der Bar und lächelt die Frau an, sie lächelt auffordernd zurück. Und was macht er? Schnappt sich seine drei Bier und schlendert übertrieben gelassen zurück zu seinen Freunden, um mit ihnen zu tuscheln, während man unauffällig die Dame von eben bewundert. Moment! Können wir noch mal zurückspulen? Da stimmt doch was nicht! Vor einigen Jahren sah das doch anders aus?! Da war es dir Frau, die betont leicht zurück zu ihren Freundinnen ging, um anschließend ausgiebig über den Mann zu reden, der dann im Laufe des Abends auch noch vorbei kam oder zumindest der interessanten Dame einen Drink spendierte.

Springen wir also wieder vor zu dem Mann und der Frau aus der Bar. Er schaut, sie schaut ebenfalls, immer mal wieder interessiert hinüber, aber am Ende des Abends werden keine Telefonnummern ausgetaucht oder ein Drink spendiert. Denn beide haben gewartet, dass jeweils der andere den ersten Schritt macht. Klassisch! So und jetzt kommen wir mal zum Kern des Ganzen. Nur weil wir Frauen uns emanzipiert haben, heißt das noch lange nicht, dass wir die Rollen tauschen wollen.


Blumenstrauß „Athena“ jetzt verschenken!

Wir wollen noch immer erobert werden. Natürlich nicht auf die Plumpe „Hier bin ich, nimm mich“ Art und Weise. Wir sind durchaus anspruchsvoller geworden, aber im Grunde möchten wir einfach nur gezeigt bekommen, das wir die einzige sind, das wir unwiderstehlich sind, das wir wunderbar sind und dass ihr Männer, einfach nicht ohne uns Leben und sein könnt. Das ist doch nun wirklich nicht zu viel verlangt. Schickt uns Blumen, legt euch ins Zeugt, zeigt uns das ihr der jenige seid, den wir wählen sollten. Aber vor allem erobert unser Herz, nicht mit dummen Sprüchen, sondern seid galant, höflich und macht unsere emanzipierte Welt ohne euch langweilig und trostlos.