Akw-Laufzeitenverlängerung beschlossene Sache

Jetzt ist es also beschlossene Sache. Die Laufzeit der Atomkraftwerke in Deutschland wird verlängert. Die 17 AKWs sollen zwischen acht und 14 Jahre länger in Betrieb bleiben. Die Opposition und tausende von Atomkraftgegnern hatten bis zu letzte versucht dieses Gesetz auszuhalten.

Doch heute beschloss das Parlament mit den Stimmen von Union und FDP die Laufzeitverlängerung. Nun will die Opposition das Gesetz beim Bundesverfassungsgericht zu Fall bringen. Ob es wirklich soweit kommen wird, bleibt zu bezweifeln.

Greenpeace entrollte derweilen vor der CDU-Zentrale eine riesen Anti-Atomkraft Plakat. Wie es nun weiter gehen wird, ist schwer zu sagen. Fakt ist, dass dieses Gesetz erst mal beschlossen ist. In wie fern die nächste Regierung dieses Gesetz wieder kippen wird, wird die Zeit sagen.

Beim Großteil der Bevölkerung stößt die ganze Sache auf wenig Gegenliebe. Doch am Ende wird man sich auch mit dieser Sache abgeben. Es wird sicherlich immer wieder zu kleineren und auch größeren Protesten kommen, aber letztendlich sind die meisten viel zu sehr mit ihrem Leben beschäftigt, schließlich haben sie ja nur das eine.

Und der Regierung ist es doch im Grunde egal ob es nun Demonstrationen gibt oder nicht. Sie entscheiden, sie machen die Gesetze und dann gehen sie einfach zum nächsten Tagespunkt über. So war es, so ist es und so wird es auch in Zukunft sein. Demonstrieren sollte man trotzdem bzw. gerade deswegen!

Atomkraftwerkausstiegverschiebung verärgert das Volk

Ob es 100.000 (Schätzung der Veranstalter) oder 40.000 Demonstranten (Schätzung der Polizei) sei erst mal dahin gestellt. Fakt ist, dass sich zehntausende Menschen heute Nachmittag in Berlin trafen um gegen die Atom-Politik, die die derzeitige Regierung macht, zu demonstrieren.

Die Regierung hat vor die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke um acht bis 14 Jahre zu verlängern. Viele Menschen sind mit dieser Entscheidung aber überhaupt nicht einverstanden, da sie um ihre Sicherheit fürchten. Sie werfen Merkel vor, sich nur um die Wünsche der Großkonzerne wie Vattenfall, RWE oder Eon zu kümmern.

Auch die Opposition nahm die Demonstration zum Anlass, ihren Unmut über die Laufzeitverlängerung kund zu tun. Sie ist der Meinung, das Merkel, diese Entscheidung spätestens bei der nächsten Wahl bemerken wird. Doch was können die Demonstranten wirklich erreichen?

Sie werden auf jeden Fall bis zum bitteren Ende weiterkämpfen, in der Hoffnung, die Entscheidung über die Verlängerung des Atomkraftwerkaustiegs noch einmal kippen zu können. Höchst wahrscheinlich ist dies ein aussichtsloser Kampf, doch er muss gekämpft werden, sonst denkt die Regierung am Ende dem Volk sei es egal, was die da oben tun.

Wirklich beeinflussen können die deutschen Bürger die Entscheidung der Regierung nicht, aber zeigen, dass sie verärgert sind, steht ihnen auf jeden Fall zu. Letztendlich aber, haben die Konzerne Deutschland in der Hand. Die Großkonzerne bringen die Arbeit und sie bringen das Geld. Das wiederum führt dazu, dass sie Macht haben. Was allerdings wirklich hinter den Kulissen passiert, werden wir als „normal sterbliche“ niemals erfahren.

In wieweit wurde zum Beispiel die Opposition in die Vorhaben eingeweiht? Hat sie womöglich sogar ihr okay dafür gegeben, nur um dann bei der nächsten Wahl die Großkonzerne auf ihrer Seite zu wissen? Im Grunde ist es egal ob die Opposition dafür ist oder nicht. Die Demonstranten und viele Bürger haben schon lange das Vertrauen in die Politik und die Regierung verloren. Egal ob CDU, SPD oder Grüne.

Russland in Flammen.

Durch den heißesten Juli, den Russland je erlebt hat, gibt es mehr als 7000 Brände unterschiedlichster Größen, im ganzen Land. In 14 Regionen hat der Kreml nun den Notstand ausgerufen. Es gibt schon mehr als 30 Tote und viele Verletzte.

Tausende Helfer probieren das Feuer in den Griff zu bekommen und Einwohner probieren ihr Hab und Gut zu retten. In dem europäischen Teil von Zentral-Russland sind schon mehrere hundert Häuser zerstört worden.

Es gibt jetzt viele Obdachlose, besonders Bauern sind betroffen. Sie haben ihr Land verloren, vielleicht auch ihre Häuser und auch noch die ganze Ernte des Jahres, alles wurde durch die Flammen zerstört. Im Moment können sie nur in Schulen und Kirchen unterkommen, die ein Dach und Obhut für die Betroffenen geben.

Durch die lange Hitzeperiode herrscht extreme Dürre.

Doch die viele Einheimische wollen ihre Häuser nicht verlassen, sie riskieren ihr Leben um ihr Hab und Gut vor Plünderern zu schützen.

Auch vor Moskau brennt es. Seit einigen Tagen liegt die russische Hauptstadt unter einer dicken Rauchwolke.

Circa 130 km von Moskau entfernt liegt ein weiter großer Waldbrand, dort befindet sich jedoch ein Atomkraftwerk, das Militär ist nun auch im Einsatz um das Werk vor den Flammen zu schützen.

Doch auch die Meteorologen haben keine guten Nachrichten, bis zum Wochenende steigen die Temperaturen in manchen Regionen wieder von 30 auf bis zu 40 Grad Celsius an.

Die längste Hitzeperiode haben wir schon hinter uns, doch Russland kämpft weiter gegen die Folgen der hohen Temperaturen.

Der Kreml hat nun durch die hohe Waldbrandgefahr ein Verbot zum Betreten der Wälder durchgesetzt, so können die Behörden vor Ort auch schneller reagieren und Hilfskräfte kommen besser an die Brandherde heran.

Da bleibt nur noch eine Frage, wann gibt es mal wieder richtigen Regen? Bis jetzt ist noch keine Besserung in Aussicht. Und schon jetzt ist eine Fläche, so groß wie fast zwei mal Mallorca, von den Flammen zerstört worden.

Was ist bloß mit unserer Erde los, zahlt sie uns jetzt alles was wir ihr täglich antun, heim? Pakistan ersäuft nach starken Monsunregen und Russland leidet unter Flammen und extremer Dürre.