Islamischer Religionsunterricht ab 2012 an Schulen

In Niedersachsen scheint es bereits beschlossene Sache. Ab kommendem Schuljahr soll an allen niedersächsischen Schulen der islamische Religionsunterricht eingeführt werden. Bereits heute schon wird an 42 Grundschulen im Bundesland Islamunterricht angeboten. Circa 2000 Schüler und Schülerinnen nehmen an dem Unterricht teil.

Der Unterricht soll dann auch auf die weiterführenden Schulen ausgedehnt werden, doch dafür sind weitere Lehrer notwendig. Im Moment reicht die Kapazität der Lehrkräftige allerdings noch nicht aus. Doch für den islamischen Religionsunterricht können nicht irgendwelche Lehrer ran gezogen werden. Sie müssen die richtigen Qualifikationen aufweisen.

Auch fehlt den Bundesländern und dem Staat ein anerkannter Ansprechpartner, der sich mit den Inhalten des regulären Islamunterrichts auskennt und diese dann auch festlegen kann. Dazu benötigen die Länder die Unterstützung der muslimischen Verbände.

Zu den Ländern, die voraussichtlich den Islamunterricht einführen werden, gehören Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Diese Bundesländer wollen einen konfessionellen Unterricht anbieten. Einen nicht konfessionellen Unterricht mit dem Fach Islamkunde hingegen wollen Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein einführen.

Ob weitere Länder dieses oder ein ähnliches Fach einführen werden, steht noch nicht fest. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland spricht sich natürlich für diese Einführung aus und möchte, dass der islamische Religionsunterricht bundesweit eingeführt wird.