Fremdgehen – diese verbotene Frucht schmeckt am besten

Fremdgehen

Oh ja, irgendwie haben wir Menschen stets das Bedürfnis, genau das zu tun, was wir eigentlich lieber lassen sollten. Das was nicht besonders gut ist für uns, wollen wir doch ganz gerne ausprobieren. Wir essen gerne Fast-Food, obwohl es ernährungstechnisch gesehen, nicht die beste Wahl ist.

Wir gehen bei Rot über die Straße, wir springen in die S-Bahn obwohl die Türen schon so gut wie zu sind, wir fahren grundsätzlich mindestens 20 km/h mehr als erlaubt und wir essen mit Absicht eine Eiskugel mehr als gut für uns wäre. All das machen wir ohne schlechtes Gewissen (mehr oder weniger) und das ist okay, denn es sind „Bauchentscheidungen„. Wir denken nicht darüber nach!

Doch bei einer Sache, sollten wir manchmal vielleicht auf unseren Verstand hören und nicht unserem „Bauch“ folgen. Dem Fremdgehen! Im Grunde macht es jeder zweite. Die Stars machen es, der Nachbar macht es, die Arbeitskollegin und die Politiker sowieso. So verbreitet es auch ist, so unangenehm ist es, wenn man der oder die Betrogene ist. Aber das Spiel mit dem Feuer ist etwas, dass wir uns einfach nicht nehmen lassen wollen.

Allerdings bleibt die Frage, warum gehen wir fremd? Wollen wir den Partner verletzen? Ist unser Ego so groß, dass es von mehreren Menschen geliebt werden muss? Haben wir einfach nur Langeweile und wollen mal was Neues ausprobieren? Stimmt was in der Beziehung nicht? Es gibt tausend Gründe und keiner ist zufriedenstellend oder rechtfertigt die Sache. Nicht einer!

Das Schlimme an dem Ganzen ist, dass der Betrüger zum Betrogenen werden kann und plötzlich ist der „Böse“ das Opfer und sieht dennoch nicht, dass er dem anderen dasselbe angetan hat. Fremdgehen endet nie gut. Egal für wen der drei Betroffenen. Aber diese verbotene Frucht schmeckt einfach am besten, egal ob wir uns an ihr verbrennen und das machen wir ohne Zweifel.

4 Gedanken zu „Fremdgehen – diese verbotene Frucht schmeckt am besten“

  1. Wir gehen aus einem einzigen Grund fremd. Und zwar einem für den wir nichtmal was können. Es liegt einfach nicht in der Natur des Menschen bei irgendwas monogam zu sein. Der Mensch erhebt den Anspruch immer alles besitzen zu müssen. Ein Haus, ein Auto und noch eins. Und so betrachtet er auch seinen Partner. Er gehört mir! Das stimmt eben einfach nicht. Niemand gehört irgend jemandem. Wenn man von dem Anspruchsdenken zurücktritt, dann ist das Fremdgehen eine „normale“ Sache. Man kann sich aus freien Stücken entscheiden nur eine Person zu „lieben“, für sich. Aber man kann es nicht erwarten das der Partner das auch tut. Wenn man dann verletzt ist, dann nur aus Besitzdenken.

  2. Das ist aber ein trauriger Blick auf die Liebe. Natürlich gehört niemand irgend jemanden, dennoch denke ich, dass Liebe ein wenig mehr ist als „Besitzdenken“. Denn so wie du es beschreibst, scheint es als wäre Liebe, Partnerschaft und Sex nur ein „Ding“ für dich, das man sich beliebig nehmen kann, wann immer einem danach ist ohne Rücksicht auf Verluste.

    „Aber man kann es nicht erwarten das der Partner das auch tut“ … richtig, aber dann sollte man von Anfang an mit offenen Karten spielen und seinem Partner sagen wie es aussieht. Denn dann ist man nicht aus Besitzdenken verletzt sondern schlicht und einfach weil die Erwartungen andere waren. Wenn ich erwarte, dass mein Partner fremd geht, dann bin ich auch nicht verletzt (Besitzdenken hin oder her).

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