Formel 1 – Hamilton vor Button und Webber, Vettel schießt sich selbst ins Aus

Was für ein Formel 1 Rennen in Istanbul. Das hätte einen so schönen Ausgang für das Red-Bull Team geben können, doch dann hat es Vettel verdorben. Nach dem Qualifying hätte es der Tag für Mark Webber und Sebastian Vettel werden können. Pol und Startposition drei, aber es sollte anders kommen.

Es war nicht nur heiß in der Türkei, es ging auch heiß her auf der Strecke. Webber konnte nach dem Start seine Führungsposition halten, Vettel überholte kurzfristig Hamilton, musste sich diesem aber auch ebenso schnell wieder geschlagen geben. So fuhren die drei eine ganze Weile ihre Runden in Istanbul.

Webber vor Hamilton vor Vettel und dann Button. Der Rest des Feldes war abgeschlagen. Auch nach dem ersten Stopp von Webber und Hamilton änderte sich nichts an der Reihenfolge. Dann kam Vettel in die Box und konnte einen Platz gut machen, so dass plötzlich beide Red-Bulls vorne lagen.

Es hätte einen wunderbaren Doppelsieg für Red-Bull geben können, doch Vettel machte in einem unbedachten Augenblick einen entscheidenden Fehler und machte alle Hoffnungen zunichte. Sein Auto lief gut und so wollte er den scheinbar langsameren Webber überholen, doch das ging nicht gut. Er zog sein Auto zu früh rüber und berührte Webbers Rennwagen.

Durch die Kollision drehte sich Vettel ein paar Mal um sich selbst, die Reifen gingen dabei kaputt und landete im Kiesbett. Webbers Red-Bull war ebenfalls angeschlagen, sein Frontflügel wurde in Mitleidenschaft gezogen und er musste einen weiten Boxenstopp in Kauf nehmen, konnte aber weiter fahren im Gegensatz zu Vettel.

Durch dieses Missgeschick oder Unglück, profitierten die beiden McLaren Mercedes von Hamilton und Button. Sie setzten sich nun an die Spitze. So konnte Hamilton seinen ersten Saisonsieg feiern und McLaren einen Doppelsieg. Webber konnte sich noch auf den dritten Platz retten, war aber sichtlich enttäuscht. Das gibt kein gutes Klima im Team.

Michael Schuhmacher
konnte sein bestes Saisonergebnis einfahren. Mit einem vierten Platz vor seine Team-Kollegen Nico Rossberg, haben auch die Mercedes ein klasse Rennen abgeliefert. Auch wenn es wieder einmal den Anschein machte, als würde Schuhmacher nur 80 Prozent geben, vielleicht sind die beiden Rennwagen aber auch noch nicht die besten.