Ahnenforschung – auf der Suche nach der Vergangenheit

HochzeitIrgendwie wollen wir doch alle gerne wissen wo unsere Wurzeln sind. Sehen wir unserem Vater ähnlich oder doch vielleicht der Urgroßmutter. Was haben sie in ihrem Leben alles erlebt? Wie groß ist die Familie eigentlich? Und wo auf der Welt sind vielleicht Verwandte, die man noch nie gesehen hat?

Die Ahnenforschung ist ein interessantes Gebiet und so weitläufig und undurchschaubar, dass man manchmal wirklich einfach nur noch aufgeben möchte. Doch man ist nicht allein. Überall auf der Welt suchen Menschen nach ihren Angehörigen oder nach ihrer Geschichte.

Man ist auch nicht auf sich selbst gestellt. Es gibt viele Organisationen, die einem helfen weiterzukommen, wenn man mit seiner Suche mal wieder in einer Sackgasse landet. Leider machen die großen Kriege, besonders die beiden Weltkriege aus der jüngsten Geschichte, die Suche nach Verwandten zunichte. Durch Feuer, anonyme Gräber und ähnliches endet manche Forschung bevor man das Ziel erreichen konnte.

Auch ich habe mich auf die Suche nach meinen Vorfahren gemacht. Das ist wirklich ein Unterfangen, das Monate, wenn nicht sogar Jahre in Anspruch nehmen kann. Zu meiner Suche kommt erschwerend hinzu, dass der Vater meiner Großmutter aus Ratibor in Oberschlesien kam und wahrscheinlich zu den Vertriebenen gehörte, die im Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten. Aber es kann auch alles anders sein und er ist nach seinem Medizinstudium in Greifswald in eine andere deutsche Stadt gezogen.

Vieles kann man nachvollziehen, doch irgendwann wird eine Spur kalt oder man findet keine Verbindung mehr zwischen einer Stadt und der gesuchten Person. Dann kann man sich zum Beispiel an das Deutsche Rote Kreuz wenden, die einen bei der Suche unterstützen. Oder an den Kirchlichen Suchdienst. Wenn man Glück hat und den Geburtsort kennt, dann kann man auch das Stadtarchiv der jeweiligen Stadt anschreiben, vielleicht gibt es dort noch Geburtsurkunden oder ähnlich.

Was auch sehr nützlich sein kann ist, wenn man weiß wo der Gesuchte zu Letzt gewohnt hat. Manche Stadtarchive sind so nett und geben dann Auskunft wann und wohin derjenige welche gezogen ist. Besonders wenn es um Vermisste im Zeitraum des Zweiten Weltkriegs geht, sind viele Archive sehr hilfsbereit. Oft gibt es auch Adressbücher aus der damaligen Zeit noch und mit etwas Glück findet man dann auch etwas.

In Berlin kann man auch alte Zeitung aus den früheren Jahren durchblättern. In der Staatsbibliothek zu Berlin gibt es verschiedene Tageszeitungen, auch aus den Jahren vor 1900. Wenn man sich Zeit nimmt und die Trauer-, Hochzeits- oder ähnlichen Anzeigen durchschaut, könnte man vielleicht auch auf etwas stoßen, das einen wieder ein Stück weiterbringt.

Dennoch bleibt es eine lange Suche bevor man ans Ziel kommt, wenn man überhaupt ankommt. Aber bei der Ahnenforschung ist selbst der kleinste Erfolg ein Schritt weiter in der Familiengeschichte und alleine dafür lohnt es sich nach seinen Wurzeln zu suchen.